122 Milliarden Dollar: OpenAI holt erstmals Kleinanleger an Bord — und bereitet den Börsengang vor
Die Zahlen sprengen jede Dimension: SoftBank führt die Runde mit 30 Milliarden Dollar an, gefolgt von NVIDIA mit ebenfalls 30 Milliarden und Amazon mit bis zu 50 Milliarden. Dazu kommen Andreessen Horowitz, D.E. Shaw Ventures, MGX, TPG und T. Rowe Price Associates. Wie wir in unserer Ausgabe vom 28. März berichteten, hatte sich SoftBank dafür einen 40-Milliarden-Dollar-Brückenkredit bei JPMorgan und Goldman Sachs gesichert — die 12-Monats-Laufzeit passt zum erwarteten IPO-Zeitplan für das vierte Quartal 2026.
Das wirklich Ungewöhnliche: Drei Milliarden Dollar kommen von Kleinanlegern, die über Bankenkanäle Zugang erhielten. Normalerweise sind solche Runden institutionellen Investoren vorbehalten. Die Öffnung für Privatanleger ähnelt eher einer Vor-IPO-Platzierung als klassischem Venture Capital — ein klares Signal, dass OpenAI den Boden für den Börsengang bereitet.
Die Bewertung von 852 Milliarden Dollar würde OpenAI beim IPO in die Top-10 der wertvollsten Unternehmen weltweit katapultieren — noch vor TSMC oder Broadcom. Vor nur zwei Jahren lag die Bewertung bei 80 Milliarden Dollar. Unterfüttert wird die astronomische Bewertung durch beeindruckendes Wachstum: OpenAI generiert nach eigenen Angaben 2 Milliarden Dollar Umsatz pro Monat, hat über 900 Millionen wöchentliche Nutzer und 50 Millionen zahlende Abonnenten.
Für die KI-Branche setzt diese Runde ein Signal: Die Phase der spekulativen Bewertungen ohne Umsatzunterbau ist vorbei. OpenAI hat echte Umsatzzahlen — und Investoren wetten, dass das erst der Anfang ist. Die Frage bleibt, ob ein Unternehmen, das 2025 noch Milliardenverluste schrieb, die Erwartungen erfüllen kann, die eine 852-Milliarden-Bewertung impliziert.