NVIDIA enthüllt Vera Rubin — und peilt eine Billion Dollar Umsatz an
NVIDIA hat auf der GTC 2026 die Vera-Rubin-Plattform vorgestellt — ein vertikal integriertes System aus sieben neuen Chips: Vera CPU, Rubin GPU, NVLink 6 Switch, ConnectX-9 SuperNIC, BlueField-4 DPU, Spectrum-6 Ethernet Switch und der neu integrierten Groq 3 LPU. Alle befinden sich laut NVIDIA bereits in Serienproduktion.
Die Vera CPU ist NVIDIAs erstes eigenes CPU-Design mit 88 Olympus-Kernen, Spatial Multithreading und LPDDR5X-Speicher mit bis zu 1,2 TB/s Bandbreite. NVIDIA verspricht 50% mehr Leistung und doppelte Effizienz gegenüber herkömmlichen Rack-CPUs. Über NVLink-C2C erreicht die Verbindung zur Rubin GPU 1,8 TB/s kohärente Bandbreite.
Jensen Huang hob die Verkaufsprognosen auf ein neues Niveau: Nachdem er im Vorjahr 500 Milliarden Dollar Umsatz durch Blackwell und Rubin bis 2026 prognostiziert hatte, erhöhte er die Projektion auf eine Billion Dollar bis 2027. „KI ist endlich in der Lage, produktive Arbeit zu leisten“, erklärte Huang. „Der Wendepunkt der Inferenz ist erreicht.“ Und: „Wir werden zu wenig haben. Ich bin sicher, dass die Nachfrage nach Rechenleistung deutlich höher sein wird.“
Das Vera-Rubin-System besteht aus 1,3 Millionen Komponenten und soll zehnmal mehr Leistung pro Watt als sein Vorgänger Grace Blackwell liefern. Partner-Verfügbarkeit beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2026. NVIDIA stellte zudem ein Vera Rubin Space Module vor — für orbitale Rechenzentren mit bis zu 25-fachem KI-Compute gegenüber H100.
Die GTC 2026 machte deutlich: NVIDIA positioniert sich nicht mehr nur als Chiplieferant, sondern als Architekt einer kompletten KI-Infrastruktur vom Rechenzentrum bis ins Weltall. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie schnell die Branche diese Systeme absorbieren kann.